Die Nährstoff-Therapie

Fehlende Stoffe natürlich ergänzen und dadurch gesünder werden

Es ist eigentlich logisch, dass wenn alles, was der Körper braucht, in guter Qualität und Menge da ist, er besser funktioniert. Auch dass kein anderer Stoff, kein Medikament einen Umstand heilen wird, der durch einen Mangel an einem lebenswichtigen Stoff, sei es ein Vitamin, ein Spurenelement oder ähnliches verursacht ist. Sondern dass vielmehr dann nur dieser fehlende Stoff heilen kann, das ist eine logische Situation. Wenn Wasser fehlt, muss man Wasser trinken. Es scheint im Prinzip so banal und trotzdem hat diese Sichtweise heute noch nicht ihren angemessenen Platz erhalten und das obgleich wir so viel über die Biochemie und Molekularbiologie des Körpers wissen und das ganz einfach anwenden können. Das heisst kein Medikament kann sinnvoll so einfach gegen Beschwerden entwickelt werden, als das, was schon da ist und nur vermehrt gebraucht wird. Dass relativer Nährstoffmangel in der zivilisierten Welt überhaupt vorkommen kann bzw. gerade deshalb durch unsere typische heutige Lebensweise entstehen kann, auch durch unser Älterwerden entstehen kann, das ist sind die eigentlich neueren Erkenntnisse. Das ist wahrscheinlich der Punkt, der uns am meisten an der Erkenntnis gehindert hat. Wir nahmen an, hier gäbe es keine „Baustelle“, nichts zu verbessern, weil wir doch im „Überfluss“ leben. Besonders lang ist die Liste dessen, was den Nährstoffmangel bedingt (siehe unten): wenn Sie diese Liste lesen, dann verstehen Sie es sofort, worum es geht. Und ebenfalls erst schrittweise in unser Bewusstsein kommt die Erkenntnis, dass Nährstoffe in Krankheitszuständen deutlich vermehrt gebraucht werden und deswegen zum Heilmittel werden können. Das heisst, es geht nicht um einen regelmässigen Bedarf für einen 70 kg schweren, 1,70 m großen Mitteleuropäer im Durchschnitt, sondern um Sie und Ihre akutelle Situation und es kann sein, dass Ihnen in Ihrer Lage Vitamin B3 zum Heilmittel wird, in 10fach höherer Dosierung, als der „Tagesbedarf“, dieser willkürlich von einer Gesellschaft festgelegte Mittelwert, der nicht mehr sagt, als es scheint so zu sein, dass das dann nicht lebensbedrohlich fehlt, wenn wir soviel haben. Wir verordnen Medikamente gegen Krankheiten. Wir können aber auch dem Körper das, was er vermehrt in der – in seiner – Krankheit benötigt vermehrt geben und ersparen uns damit Nebenwirkungen, bei voller Wirkung. 

Nährstoffe sind Heilmittel, sie sind sogar die besseren Heilmittel als die Arzneimittel und sind bzw. sollten die Therapie der ersten Wahl sein, egal um welche Krankheit es sich handelt. Das ist der Paradigmenwechsel, der sich gerade vollzieht. Die Dosisfindung für einen Nährstoff in seiner Anwendung als Heilmittel ist bereits für sehr viele Stoffe gut erforscht.

Die Dosis eines Nährstoffes als Heilmittel hat mit den Nährstoffangaben, welchen Tagesbedarf ein Körper für einen Stoff hat, nur sehr wenig bis gar nichts zu tun. Das Eine ist etwas völlig anderes als das Andere. Ein Beispiel: ein gesunder großer Hund produziert täglich 1000-2000 mg Vitamin C (viele Säugetiere wie auch der Mensch können Vitamin C nicht selbst produzieren sondern müssen es aufnehmen, der Hund stellt es selbst her). Ist derselbe Hund krank, produziert er 10.000 mg Vitamin C pro Tag. Der Bedarf ist also relativ verschieden. Anders als der Hund müssen wir Vitamin C aufnehmen. Der Bedarf ist auch bei uns relativ. So wie für Vitamin C gibt es enorm viele Stellschrauben, an denen wir die Gesundheit einstellen können.

Unsere Erfahrung ist, dass wenn man einen Nährstoffmangel ausgleicht, die anderen Behandlungen besser oder nachhaltiger wirken. Wo ein Mangel ist, wo Nährstoffmangel ist, können wir, egal mit welcher Behandlung nicht dauerhaft nachhaltig erfolgreich sein. Link: was bedingt den Nährstoffmangel

Und wenn wir alles, was wir derzeit wissen zusammen nehmen, müssen wir annehmen können, dass relativer Nährstoffmangel frühzeitig erkannt und behandelt, geeignet sein sollte, Augenerkrankungen vorzubeugen, bevor sie entstehen. Hier gelangen Sie zu unseren Angeboten für unsere augenärztlichen Patienten.

Die Nährstoff-Therapie ersetzt andere Behandlungen nicht, sondern hilft, dass sie überhaupt wirken können, der Körper überhaupt die Basis, Kraft und Chance hat, (wieder) gesund zu werden oder zu bleiben.

Die Erfahrung zeigt auch, dass in manchen Fällen der Mangel die wichtigste auslösende Krankheitsursache ist. Chronische Augenerkrankungen sind multifaktoriell, aber allein die Tatsache, dass die gezielten Gaben bestimmter Nährstoffe (verhältnimässig weniger Kandidaten, die für die Funktion der Augen eine wichtige Rolle spielen und die untersucht worden sind), nachweislich,  selbst ohne individuelle Mängelanalyse, den Krankheitsverlauf in vielen Fällen deutlich verbessern können (große multizentrische Studien wie ARDES 1+2 haben das belegt), lässt uns grob erahnen, welche bedeutsame Ursache vielfältiger relativer Nährstoffmangel wahrscheinlich für Augenerkrankungen ist.

Fazit: Es gilt bei der Nährstofftherapie ein einfacher Grundsatz, alles, was man tut, ist besser,  als nichts zu tun und je spezifischer und umfassender man behandelt, um so erfolgreicher wird man damit sein. 

Wir helfen Ihnen mit unserer Expertise, die Supplementation von Nährstoffen (nicht nur) bezüglich Ihrer Augenerkrankung bestmöglich zu machen und das volle Potenzial der natürlichen und körpereigenen Stoffe auszuschöpfen.

Nährstoffmangel ist relativ und dadurch verbreitet

Aber wenn wir uns doch einigermassen gesund ernähren, wie können wir dann in unserer „hervorragenden Versorgung“ unserer entwickelten Zivilisation Mangel haben? Sehen wir denn Mangel? Ja. Mangel ist relativ. Wir sterben nicht gleich, aber wir bleiben auch nicht gesund, wenn bestimmte Stoffe nicht genug da sind.

Die Wahrheit über den individuellen Bedarf herauszufinden, funktioniert über Laborwerte und Erfahrung mit ihnen bei bestimmten Krankheiten umzugehen. Diese Laborwerte hat Ihr Arzt aber vermutlich noch nie bestimmt, wer kennt seinen Blutwert von Zink, von Vitamin C, Vitamin A usw.?

Die Wahrheit über den tatsächlichen Bedarf im der aktuellen Situation zu finden, funktioniert aber auch über die empirische Erfahrung, über die Schätzung, welche Faktoren ein Mensch hat, die seinen individuellen Bedarf verändern und so für ihn einen Mangel entstehen lassen. Die meisten Studien haben bisher diese Basis und zeigen allein schon dabei gute Erfolge bestimmte Stoffe  z.B. für die altersbedingte Makuladegeneration zu supplementieren.

Was bedingt den Nährstoffmangel - die Faktoren

Welche Faktoren bedingen Mangelzustände, dafür ein Beispiel:

Wenn ein junger Mensch gesund bleiben möchte, kann er z.B. 200 mg Vitamin C jeden Tag mit der Nahrung aufnehmen, das ist in etwa die empfohlene Tagesdosis. Dazu muss er genug Obst und Gemüse essen, das worin es vorkommt, das Gemüse muss auf guten Böden angebaut sein und frisch sein. Er darf nicht rauchen, keine! Medikamente nehmen, keinen Kaffee, keinen Alkohol, keine Fertigprodute und wenig Weissmehl und Zucker zu sich nehmen, er darf kein giftigen Stoffe zusätzlich aufnehmen (Schwermetalle, andere Metalle, Umweltgifte etc.) – dann reicht das. Schadstoffentgiftung verbraucht Nährstoffe. Wen können wir in unserer zivilisierten Welt dazu rechnen? So wie mit dem Vitamin C geht es uns mit vielen weiteren Parametern, den Bausteinen des (krankheitsfreien) Lebens. Die Nährstofftherpie untersucht das alles und behandelt einfach den Mangel, den wir durch unsere nicht mehr artgerechte Lebensweise vielfältig entwickeln.

Es kommen folgende Faktoren dazu, die Mängel entstehen lassen

  • während akuter Krankheiten verbrauchen wir enorme Mengen von Nährstoffen, während wir oft weniger essen und aufnehmen können. Je häufiger wir akut erkranken, jede Reaktion des Immunsystem kostet den Körper Nährstoffe, je mehr sind wir sprichwörtlich ausgelaugt. Dass wir uns nach akuter Krankheit noch länger schlecht fühlen, liegt am relativen Nährstoffmangel, den wir langsam wieder aufbauen müssen und wo wir mit Nährstoff-Therapie hervorragend daran arbeiten können.
  • wir sehen, wie zuverlässig das akute Krankwerden sogar aufhört, wenn die Nährstoffe gut aufgefüllt vorhanden sind
  • der relative Mangel z.B. von Zink und Vitamin C (Nährstoffaufnahme oft falsch, Vitaminräuber in der Ernährung usw.) und Vitamin D bei den allermeisten Menschen jeden Alters, vor allem auch der Kinder, führt dazu, dass sie alle dauernd anfällig sind gegen Infekte, die wiederum die Nährstoffreserven verbrauchen. Das ist ein Teufelskreis, der chronisch krank macht, aus dem man aber sehr einfach aussteigen kann.
  • Jeder kann das für sich austesten und eine Herbst/Winter/Frühjahrs-Saison lang jeden Tag 1000 mg Vitamin C, 30 mg Zink und 3000 IE Vitamin D jeden Tag aufnehmen  und schauen, wie krank oder gesund er im Vergleich zu früheren Jahren ist. Sie werden sich wundern.
  • Chronische Krankheiten verbrauchen ständig und dauerhaft Nährstoffe in unvorstellbarer Weise. Das bedeutet, der Nährstoffmangel ist ein Mitverursacher von Krankheit und in der Krankheit verbrauchen wir die Nährstoffe auch noch vermehrt.
  • wenn ein Nährstoff-fressender Kreislauf von häufiger oder chronischer Krankheit – Nährstoffmangel – der wiederum zum Unterhalten der  Krankheit führt, angefangen hat, ist es schwer, diesen nur mit gesunder Ernährung zu verlassen (- ohne gesunde reichliche Ernährung ist es von vorn herein aussichtslos).
  • Und dann haben wir da noch die Arzneimittel, die selbst die Nährstoffe in großer Zahl verbrauchen, nicht nur weil sie selbst verstoffwechselt/wieder abgebaut/entgiftet werden müssen (sie sind ja eben keine natürlichen Stoffe, die der Körper einfach so aufnimmt und ausscheidet). Akut aufgenommene Antibiotika töten Teile der Darmflora ab und damit fehlen ganz schlicht die Organismen, die die Aufnahme von Nährstoffen für uns leisten. Das hat nicht nur kurz- sondern längerfristig die Folge des Nährstoffmangels und viele weitere Folgen wie die Ansiedlung von krankmachenden Organismen im Darm.
  • Je mehr Arzneimittel Sie einnehmen, um so mehr Nährstoffe verbrauchen Sie. Arzneimittel sind die führende Todesursache, vor allen anderen Todesursachen in den westlichen Industrieländern, ein Teil geht ursächlich sehr wahrscheinlich auf das Konto des Nährstoffmangels, den sie auslösen.
  • wenn wir älter werden, können wir auch auch nicht mehr so viel nötige Nährstoffe aufnehmen, weil wir weder weiterhin soviel essen können wie junge Menschen, noch aus der Nahrung so gut wie im Alter von 21 Jahren die Nährstoffe extrahieren können.
  • Alle diese Faktoren zusammen müssen uns die Frage stellen, warum wir erst jetzt darauf kommen, dass Nährstoffe die Mittel der ersten Wahl sind, wenn es um die Heilung von Krankheiten geht und die Prävention.
  • Wenn Sie den oben vorgeschlagenen Test machen, werden Sie sich, wie wir, womöglich fragen, wieso wir das nicht schon in der Schule gelernt haben.
Die Nährstoff-Therapie in der Augenheilkunde

Die Nährstoffmedizin entspricht einer einfachen Logik des Lebens: wenn eine Pflanze 12 Stoffe benötigt und einer fehlt, dann wird sie mickrig sein, es ist das „Gesetz des Minimums“, das 1828 vom Agrarwissenschaftler Carl Spengel formuliert worden ist. Es reicht also, wenn einer der wichtigen Stoffe fehlt, dass die Pflanze krank wird. Je mehr Stoffe ihr fehlen oder nicht in der richtigen Menge da sind, je schlechter wird es der Pflanze gehen.

Beim Menschen ist das nicht anders. Für einige Augenerkrankungen ist es bereits ansatzweise nachgewiesen.

Viele und auch große multizentrische Studien haben für viele Nährstoffe einzeln betrachtet und manche in Kombinationen sehr deutliche positive Wirkungen hinsichtlich des gesamten Krankheitsverlaufes sowie Verbesserungen der Pigmentdichte und Sehschärfe v.a. bei fortgeschrittener Formen der altersbedingten Makuladegeneration (AMD) bewiesen. Alle Studien werden entweder nur mit einem oder wenigen Stoffen gemacht, die Tatsache des Gesetzes des Minimums ist bei der bisherigen Forschung noch nahezu unberücksichtigt geblieben.
Das heisst, das Wenige, das wir wissen ist schon sehr vielversprechend, aber das Gesetz des Minimums lässt uns vermuten, dass die allerbeste Wirksamkeit vermutlich diejenige ist, wenn individuell alle Stoffe, die fehlen oder individuell mehr benötigt werden als bei anderen, zur Verfügung stehen. Deshalb wird es auch keine einzige Pille für alle geben können, sondern eine individuelle Analyse, was für einen Menschen nötig ist, ist die Voraussetzung, die Erkenntnisse der Nährstofftherapie bestmöglich zu nutzen.

Deshalb entwickeln wir für Sie individuelle Nährstoffpläne, angepasst auf Ihre Lebens- und generelle Krankheitssituation, um Ihre chronische Augenerkankungen wie die Makuladegeneration oder andere chronische Beschwerden, die sich oft therapieresistent zeigen, wie auch das trockene Auge, mit Nährstoffen mit zu behandeln bzw. unsere augenfächärztliche Behandlung damit zu ergänzen.

Lesen Sie dazu mehr unter unsere Angebote für unsere augenärztlichen Patienten.

Nährstoffergänzungen, die bei Augenerkrankungen helfen, helfen dem gesamten Körper

Die Augenheilkunde hat mit dem grünen Star, dem Glaucom und der altersbedingten Maculadegeneration (AMD), für den Arzt anders als andere medzinische Bereich direkt „einsehbare“ Wirkungsfelder bei den chronischen Krankheiten, das macht unser Fach so besonders und räumt unseren Ansätzen bei der integrativen Medizin eine besondere Bedeutung ein. Warum? Weil das Auge als Teil des Gehirns fungiert und weil das Gefäßsystem des Auges sichtbar und vorbildhaft für das gesamte Gefässystem des Menschen steht. Was hier heilt, heilt mehr als das Auge, die Prävention die hier greift, erfasst den gesamten Menschen.

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